Regionalbudget im Mittelpunkt

 

Die Bedeutung des Regionalbudgets für den Unstrut-Hainich-Kreis war jetzt Thema des Besuches des Staatssekretärs des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Georg Maier, im Landkreis. Gemeinsam mit Landrat Harald Zanker und in Begleitung des stellvertretenden Landesvorsitzenden der Linken, Jörg Kubitzki sowie Anja Grabe vom Regionalmanagement Unstrut-Hainich brach er zur Kreisbereisung auf. Dabei wurden wichtige Projekte, die dank Mitteln des Regionalbudgets finanziert wurden, vorgestellt und deren Nachhaltigkeit für die Region verdeutlicht.

 

Die erste Station der Rundfahrt führte ins Schulungszentrum nach Bad Tennstedt. Im Rahmen einer Generalsanierung entstand dort im Zeitraum von 2011 bis 2014 aus einer baufälligen Ruine in unmittelbarer Nähe des Bad Tennstedter Schulstandortes eine moderne Begegnungsstätte zwischen Schule, Hort, ansässigen Vereinen und regionaler Wirtschaft. Das Gebäude steht der Kurstadt nun als multifunktionales Qualifizierungszentrum sowie als Veranstaltungshalle zur Verfügung. Es besteht aus zwei Schulungsräumen mit moderner Technik sowie nagelneuen Sanitäranlagen und einer große Ausstellungshalle samt Küchenausstattung. "Wir hatten hier die Möglichkeit, ein Vorzeigeobjekt für die mögliche Umnutzung dringend sanierungsbedürftiger Immobilien zu schaffen. Seit der Sanierung wird das Schulungszentrum rege genutzt. Ohne die finanziellen Mittel aus dem Regionalbudget wäre eine solche großangelegte Investition allerdings nicht zu stemmen gewesen. Es flossen circa 277.250 Euro in die Bauarbeiten“, betonte Landrat Zanker.

 

Danach begaben sich die Teilnehmer auf ein Teilstück des Kneipp- und Kleinbahnradweges, das von Bad Tennstedt nach Kirchheilingen führt. Staatssekretär Georg Maier zeigte sich begeistert vom neuen Rastplatz in Urleben und dem Kneippbecken in Tottleben, die beide direkt an der Fahrradstrecke liegen. Der Ausbau des Weges sowie der Haltepunkte wurde im Zeitraum von 2013 bis 2015 mit insgesamt fast 390.000 Euro aus dem Regionalbudget finanziert. Großen Anklang fanden auch die Eisenbahnschlafwaggons am Alten Speicher in Kirchheilingen, die als ausgefallene Übernachtungsmöglichkeit für Touristen dienen. Die Erlebnisherberge schlug 2012/13 mit fast 117.000 Euro im Regionalbudget-Etat zu Buche. 

 

Der zukünftige Standort der hainichhöfe®, also luxeriös ausgestatteter Chalets inmitten der unberührten Natur der Welterberegion Wartburg Hainich, an der Fuchsfarm in Mülverstedt war die letzte Etappe des Ausflugs. Dort wurden, über Mittel des Regionalbudgets, Kosten in Höhe von rund 23.300 Euro für die Konzeptentwicklung, die Standortprüfung und den Aufbau einer eigenen Homepage gedeckt.

Landrat Harald Zanker betonte, dass dieses Projekt für die Region sehr vielversprechend ist. „Der Tourismus ist für uns ein wichtiger Wirtschaftszweig. In den vergangenen Jahren wurde viel in die Entwicklung der Hainichregion investiert. Die touristische Infrastruktur muss jedoch weiter ausgebaut und gestärkt werden. Die Etablierung zielgruppenspezifischer Übernachtungsmöglichkeiten steht dabei im Fordergrund. Mit den sechs modernen Holzchalets, von denen aktuell bereits vier an der Fuchsfarm errichtet werden, gehen die Projektinitiatoren auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ein. Ein weiterer wichtiger Aspekt der hainichhöfe® ist die positive Auswirkung auf andere Branchen, wie beispielsweise das regionale Handwerk, den Einzelhandel und das Gastgewerbe.“

 

Nach der Rundfahrt besuchte die Delegation abschließend den ehemaligen Bundeswehrstandort im Mühlhausen, der künftig zum zentralen Sitz der Kreisverwaltung sowie zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ausgebaut werden soll.

 

Landrat Zankers Fazit der Besuchstour: "Wir wollten verdeutlichen, welch positive Auswirkungen die Regionalbudget-Investitionen auf unsere Region haben. Das ist uns gelungen. Zwischen 2011 und 2014 flossen so fast 1,2 Millionen Euro Fördermittel in die Region. Wir hoffen von Seiten des Ministeriums auf weitere Untersützung, um das Projekt auch in der künftigen Förderperiode ab 2017 fortführen zu können. Zahlreiche weitere Projektideen liegen vor, die bislang leider noch nicht realisiert werden konnten."

(v.l.) Landrat Harald Zanker mit Staatssekretär Georg Maier im Kirchheilinger Öbsterstübchen im Gespräch. (Foto: Roman Gherman/ TMWWDG)