Lückenschluss am Unstrut-Werra-Radweg

 

Der Zuwendungsbescheid für den Lückenschluss des Unstrut-Werra-Radweges zwischen dem Schlotheimer Ortsteil Mehrstedt und Rockensußra im Kyffhäuserkreis ist jetzt in der Verwaltung der Seilerstadt eingegangen. Im Frühjahr kommenden Jahres soll mit dem Ausbau der fast ein Kilometer langen Strecke begonnen werden. Ab Frühsommer kann der Weg dann von Radfahrern genutzt werden, so der Plan.

 

Allerdings ist es in der Stadt Schlotheim für Ortsunkundige schwierig, die Verbindung des Radweges zwischen dem Abschnitt Mühlhausen-Körner-Schlotheim und dem folgenden Teilstück ab Mehrstedt zu finden. Die Streckenführung soll über das örtliche Straßennetz mit zahlreichen Einbahnstraßen geführt werden. Eine entsprechende Ausschildung ist dann also dringend von Nöten. Um dieses Problem zu beheben, hat die Stadt Schlotheim einen Antrag auf finanzielle Förderung durch das Regionalbudget beim Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis gestellt, da sie selbst nicht in der Lage ist, die dafür notwendigen Aufwendungen zu tragen.

 

„Derzeit werden die Kosten einer solchen Beschilderung ermittelt. Anschließend soll ein entsprechender Beschluss in der nächsten Regionalbudget-Beiratssitzung Mitte November dieses Jahres eingebracht werden. Sollte das Projekt vom Beirat bewilligt werden, wird es dem Thüringer Landesverwaltungsamt, als Genehmigungsbehörde, zur Prüfung vorgelegt. Wir hoffen auf eine zeitnahe Realisierung der Beschilderung im Jahr 2014“, betont Landrat Harald Zanker.

 

Die Bauarbeiten für den Lückenschluss basieren übrigens auf Planungsleistungen, die bereits 2011 durchgeführt und ebenfalls über das Regionalbudget finanziert wurden. Diese betrugen 28.000 Euro.

 

In den vergangenen Jahren wurden im Unstrut-Hainich-Kreis stückchenweise 23 Kilometer des überregionalen Unstrut-Werra-Radweges ausgebaut. Der vorletzte Teilabschnitt zwischen Bollstedt und Grabe wurde 2012 eröffnet. Auch im Kyffhäuserkreis wurden entsprechende Baumaßnahmen durchgängig bis Sondershausen bereits vor zwei Jahren abgeschlossen. Nun soll endlich der Lückenschluss erfolgen, der die durchgängige Befahrbarkeit zwischen Treffurt und Artern sichert.

 

Hintergrund: Dem Unstrut-Hainich-Kreis wurden vom Thüringer Landesverwaltungsamt Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) im Rahmen des Projektes Regionalbudget in den Jahren 2011 bis 2016 gewährt. Der Zuwendungsbescheid umfasst einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von jeweils 300.000 Euro pro Jahr. Einsetzbar sind diese Projektmittel für nachhaltig wirkende Projekte in der Region, für die keine anderen Fördermöglichkeiten in Frage kommen. Dabei stehen die vier Handlungsfelder Tourismus, Wirtschaft, Standortmarketing und Infrastruktur im Mittelpunkt.