Sechs Projekte über Regionalbudget 2013 realisiert – acht weitere für 2014 in Planung

 

Dank des Regionalbudgets konnten im Laufe dieses Jahres sechs Projekte in unserem Landkreis realisiert werden, für die ansonsten keine Förderung möglich gewesen wäre. Diese Bilanz zog jetzt der Beirat des Regionalbudgets Unstrut-Hainich-Kreis im Hinblick auf die Mittelvergabe 2013. Im Rahmen der Beiratssitzung wurden die Ergebnisse vorgestellt.

 

Insgesamt 300.000 Euro Regionalbudget flossen so beispielsweise in den Ausbau des Kneipp- und Kleinbahnradweges zwischen Kirchheilingen und Tottleben, in die Sanierung der ehemaligen Turnhalle in Bad Tennstedt zum Schulungszentrum, in die Idee „Impulsregion Hainichland“, die sich mit der Schaffung attraktiver Übernachtungsmöglichkeiten in der Welterberegion Wartburg Hainich beschäftigt, weiterhin in den Ausbau des Schlafwaggons in Kirchheilingen, in eine neue Pumpanlage für das Kneippbecken in Tottleben sowie in drei unterschiedliche Radwegeweisungsprojekte von Kammerforst nach Körner, von Langula nach Bollstedt sowie von Herbsleben nach Kirchheilingen.

 

Im Rahmen der Beiratssitzung wurden zudem acht Projekte für das kommende Jahr vorgestellt, die mit Hilfe des Regionalbudgets umgesetzt werden sollen.

Der weitere Ausbau des Kneipp- und Kleinbahnradweges zwischen Kirchheilingen und Kleinwelsbach steht dabei auf der Prioritätenliste. Dort werden zunächst die Planungsleistungen sowie der Beginn der Asphaltierung des Abschnittes übernommen. Die Strecke zwischen Kirchheilingen und Tottleben wurde bereits in diesem Jahr fertig gestellt. 2014 fließen nachträglich noch Gelder, um die Gesamtkosten zu finanzieren.

 

Auch der Verbindungsradweg in Niederdorla zwischen Spitzhofweg und Hauptgraben soll in angriff genommen werden. Mit der Betonierung der 300 Meter langen Strecke wird die durchgängige Befahrbarkeit vom Bahnhof in Seebach zum Unstrut-Werra-Radweg gewährleistet.

 

Die Ausschilderung des gleichnamigen Radweges lässt in Schlotheim mehr als zu wünschen übrig. Da die Streckenführung zwischen dem Abschnitt Mühlhausen-Körner-Schlotheim und dem folgenden Teilstück ab Mehrstedt über das örtliche Straßennetz mit zahlreichen Einbahnstraßen geführt wird, ist es für Ortsunkundige nur schwer zu finden. Dem soll dank Richtungswegweisern und Hinweisschildern zu touristischen Zielen Abhilfe geschaffen werden. Die Kosten für die Konzeption, die Herstellung und Befestigung der Schilder werden über das Regionalbudget finanziert. Übrigens wurden bereits die Planungsleistungen für den Lückenschluss des Unstrut-Werra-Radweges zwischen dem Schlotheimer Ortsteil Mehrstedt und Rockensußra im Kyffhäuserkreis bereits 2011 über das Regionalbudget finanziert. Im Frühjahr kommenden Jahres soll mit dem Ausbau der fast ein Kilometer langen Strecke begonnen werden. Ab Frühsommer kann der Weg dann von Radfahrern genutzt werden, so der Plan.

 

Nachdem der erste Übernachtungswaggon bereits sehr erfolgreich in Kirchheilingen in Betrieb genommen wurde, wünscht sich nun auch die Eichsfelder Kanonenbahn gGmbH in Lengenfeld unterm Stein eine entsprechende Schlafmöglichkeit. Dazu sollen zwei historische Eisenbahnwaggons angeschafft und umfassend saniert werden. Direkt an der beliebten Draisinenstrecke werden die sogenannten „Donnerbüchsen“, zum Schlafwagen umgebaut, Kurzzeitgästen als Übernachtungsmöglichkeit dienen.

 

Die Eichsfelder Kanonenbahn gGmbH hat übrigens noch einen weiteren Förderantrag gestellt. Und zwar benötigt sie zur Pflege der Fahrstrecke der Erlebnis-Draisine, die mittlerweile von Lengenfeld/Stein bis nach Dingelstädt führt, einen Mulcher zur Pflege der Grünflächen.

 

Rad- und Wanderwege in Altengottern, Großvargula und Langula sollen im kommenden Jahr mittels Waldschänken, Sitzgruppen, Fahrradständern und Flexi-Toiletten aufgewertet werden. Die Strecken erlangen zunehmende Beliebtheit bei Radfahrfreunden aus nah und fern und sollen so qualitativ aufgewertet werden.

 

Abschließend gab es grünes Licht für die Anschaffung einer Messewand samt Pult und Beratungsmöglichkeit für den Unstrut-Hainich-Kreis. Damit wird das Standortmarketing bei Veranstaltungen und Messen für die Region betrieben, um deren Bekanntheitsgrad zu steigern.

 

Landrat Harald Zanker: „Dank des Regionalbudgets haben wir die Möglichkeit, Projekte in unserer Region zu unterstützen, für die keine anderweitigen Fördertöpfe greifen. In den letzten drei Jahren wurden so zahlreiche erfolgreiche Aktionen auf den Weg gebracht, die unserer Region nachhaltig nützen. Die neuen Projekte für 2014 wurden einstimmig vom Beirat beschlossen. So können auch im kommenden Jahr wieder komplett die uns zur Verfügung gestellten 300.000 Euro sinnvoll eingesetzt werden.“

 

Hintergrund: Im November 2010 wurde dem Unstrut-Hainich-Kreis ein nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss als Regionalbudget gewährt. Das Geld stammt aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Damit standen dem Landkreis Fördermittel in Höhe von 900.000 Euro, jeweils aufgeteilt auf die Jahre 2011, 2012 und 2013 zu je 300.000 Euro als Projektfinanzierungsmittel zur Verfügung. Anfang 2013 wurde uns die Projektverlängerung bis 2016 zu selbigen Konditionen zugesagt. Einsetzbar sind diese Projektmittel für wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben und nachhaltig wirkende Projekte in der Region, für die keine anderen Fördermöglichkeiten in Frage kommen. Die Mittel stehen für Maßnahmen zur Verfügung, die sich in den vier Handlungsfeldern – Tourismus, Wirtschaft, Standortmarketing und Infrastruktur – des bereits bestehenden Regionalmanagements Unstrut-Hainich bewegen.