Verstärkung für Regionalbudget

Steffi Berg und Anja Grabe vor der neuen Messewand des Teams.

 

Anja Grabe verstärkt seit Beginn des Jahres das Team Regionalmanagement / Regionalbudget der Kreisverwaltung. Die 25-jährige, gebürtige Mühlhäuserin studierte von 2010 bis 2013 an der Fachhochschule Nordhausen. Sechs Semester lang war sie im Studiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit Schwerpunkt Marketing- und Personalmanagement eingeschrieben. Ihr Studium beendete sie mit dem Akademischen Grad Bachelor of Arts.

 

In den kommenden drei Jahren wird sie nun befristet in der Kreisverwaltung tätig sein. Die Stelle wird zu 100 Prozent aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) im Rahmen des Projektes Regionalbudget finanziertund bedient das Aufgabenspektrum Projektplanung und –realisierung aus Mitteln des Regionalbudgets in den Handlungsfeldern Tourismus, Wirtschaft, Standortmarketing und Infrastruktur.

 

Auch die langjährige Mitarbeiterin Steffi Berg nimmt, nach 14 Monaten Elternzeit, ab sofort ihre Tätigkeit im Regionalmanagement des Unstrut-Hainich-Kreises wieder auf. Sie wird sich ihrem gewohnten Aufgabenfeld in den Bereichen Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit widmen. Zudem gehört das Netzwerkmanagement mit regionalen und überregionalen Gremien und Unternehmen zum Aufgabengebiet der beiden Mitarbeiterinnen.

 

Hintergrund: Seit 2005 verfügt der Landkreis über ein sogenanntes Regionalmanagement. Dieses bildet die Voraussetzung dafür, dass das Land Thüringen unsere Region mit einem Regionalbudget finanziell unterstützen kann. Diese Mittel können nach eigenem Ermessen eingesetzt werden. Gefördert werden sollen erstens Projekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft. Die Gebiete sollen ihr heimisches Entwicklungspotenzial mobilisieren und entsprechende Aktivitäten zielgerichtet im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung organisieren können. Unterstützt werden zweitens Projekte zur Festigung der örtlichen Identität. Das gewährte Regionalbudget darf nicht zur Förderung gewerblicher Investitionen genutzt werden.

Das Thüringer Landesverwaltungsamt gewährte dem Unstrut-Hainich-Kreis bereits im Zeitraum von 2010 bis 2013 ein Regionalbudget in Höhe von insgesamt 900.000 Euro. Dieses wurde auf die aktuelle Förderperiode, die sich von 2014 bis 2016 erstreckt, ausgeweitet.

 

Die Ergebnisse der erfolgreichen Umsetzung des Regionalbudgets sprechen für sich. Beispielsweise wurde in der vergangenen Förderperiode ein großer Teil des Geldes in den Ausbau verschiedener Radweganbindungen, wie unter anderem die Strecken zwischen dem Nationalpark Hainich und Weberstedt sowie zum Kammerforster Reckenbühl und den Verbindungsradweg in Niederdorla, gesteckt. Desweiteren wurde als Großprojekt der Umbau der ehemaligen Turnhalle in Bad Tennstedt zum Schulungszentrum umgesetzt. Die Gestaltung einer Kinderfreizeitkarte für die Region sowie professionelle Imagefilme und Informationsbroschüren in Sachen Tourimusangebot und Wirtschaftsstandort Unstrut-Hainich-Kreis wurden realisiert. Auch in die Schaffung einer Waggonübernachtung in Kirchheilingen wurde bezuschusst.

Große Ziele im aktuellen Förderzeitraum sind nach wie vor Projekte im ländlichen Raum, wie beispielsweise der Ausbau des überregionalen Kneipp- und Kleinbahnradweges von Bad Tennstedt bis nach Großwelsbach mit direkten Anbindungen an den Unstrut-Radweg und die Welterberegion sowie der Ausbau von dringend erforderlichen Lückenschlüssen als Anbindung zu regionalen Radwegen.

 

Die Mitarbeiterinnen des Regionalbudgets sind im Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis, Lindenbühl 28/29, in Mühlhausen, Tel. 03601 – 802081 oder 802084 zu erreichen.